„Na, wie läuft das Studium? Genießt du deine Zeit als freier unabhängiger Student? Du bist ja bestimmt jedes Wochenende auf Partys. Und dann auch noch die Semesterferien! Sicher bist du da immer die vollen drei Monate auf Reisen! Meine Güte, Kind, du hast ein Leben. Als ich in deinem Alter war, habe ich so viel erlebt und gesehen während meines Studiums. Die aufregendste Zeit meines Lebens!“

Das ist der normale Anfang eines jeden Gesprächs mit meinen Großeltern oder jedem Anderen aus meiner Familie oder Bekanntenkreis, der älter als 35 Jahre ist. Früher war alles besser – in diesem Zusammenhang stimmt das wohl. Denn das Studium ist schon lange nicht mehr das entspannte Leben und viele Reisen, welches es mal war. Denn heute ist das Studium geprägt vom Bulimie-Lernen, Geld verdienen und dem Sammeln wichtiger und unverzichtbarer Berufserfahrungen für die Jobsuche NACH und WÄHREND dem Studium.

Privatleben, Reisen, Chillen? Hahahahahahaha – guter Witz.

Ich spreche für die Generation G8. Die Generation, die in Rekordzeit zum Abi gesprintet ist, nur um danach nicht zu wissen was sie nun machen soll. Die Generation, die dir alles über die Analyse lyrischer Gedichte sagen kann, aber keine Ahnung hat, wie eine Steuererklärung funktioniert, worauf man beim Abschließen eines Mietvertrages achten muss, was die Schufa ist oder wie das mit den Krankenkassen und Haftpflichtversicherungen funktioniert.

Achtung, Deutschland – hier kommt eine Ansage an dein Bildungssystem: Du bist Scheiße!


Weil Schüler nicht auf den Alltag vorbereitet werden


Nachdem ich 2014 mein Abi in der Tasche hatte, wollte ich endlich ausziehen. Unabhängig sein, Neues entdecken – kurz: das Abenteuer Studium erleben! Ich entschied mich nach München zu ziehen. Doch hier kamen schon die ersten Probleme auf mich zu, welche ich, ohne intensiver Hilfe meiner Mutter, niemals gemeistert hätte (zumindest nicht ohne ordentlich auf die Schnauze zu fliegen).

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Erstes Problem: Wohnungssuche

Lieber 17-jähriger Abiturient, wusstest du, dass du zur Anmietung einer Wohnung, eine Schufa-Auskunft, eine Bürgschaft deiner Eltern (denn du verdienst ja nichts), drei Gehaltsnachweise derer und (je nach Einstellung des Vermieters) am besten noch deinen (nicht existenten) Lebenslauf und Referenzen benötigst? Nein? Warum weißt du das wohl nicht? Du hast wohl nicht ordentlich in der Schule aufgepasst. 😜

Zweites Problem: Umzug

Du hast deine Traumwohnung in der fremden Stadt gefunden und auch bekommen? Glückwunsch! Und wie bekommst du nun deine ganzen Habseligkeiten dorthin? Mit einem Miettransporter? Neeee, es sei denn du bist schon 21 Jahre alt und hast drei Jahre lang deinen Führerschein. Erfüllst du diese Voraussetzungen nicht, bist du leider doch noch von Mami und Papi abhängig.

Drittes Problem: Krankenkasse

Falls du bei deinen Eltern privat familienversichert bist und dich entschließt – trotz der Entrüstung deiner Eltern – NICHT zu studieren, sondern eine Ausbildung zu machen, dann kannst du nicht mehr weiter privat über deine Familie versichert bleiben. Auch wenn du dual studieren möchtest, musst du in die gesetzliche Krankenkasse wechseln! Denn als dualer Student wirst du wie ein Auszubildender behandelt. Woher ich das weiß? Nicht aus der Schule, so viel ist klar.

Ich habe einen entscheidenden Vorteil: ich bin ein Schisser und ein Organisationsfreak. Ich habe totale Angst davor, dass irgendetwas nicht funktioniert. Deshalb habe ich mich tagelang ins Internet verkrochen und recherchiert, welche Krankenversicherung ich für ein duales Studium brauche und welche gesetzliche Krankenversicherung die Beste ist. Letztendlich sind sie alle gleich schlecht. Also habe ich mich einfach für irgendeine entschieden. Der Witz: als ich dort im Büro saß und sagte, ich wolle mich als duale Studentin bei ihnen versichern lassen, wussten sie selbst nicht ob ich eine gesetzliche Versicherung brauchte. Nach einigen Telefonaten wusste dann auch die Beraterin was ich nach tagelangem suchen im Internet herausgefunden hatte und versicherte mich.

Doch ist die Versicherung erst einmal abgeschlossen, geht der Spaß erst richtig los. Du musst immer daran denken, der Versicherung sämtliche Änderungen in deinem Leben mitzuteilen. Vor allem wenn es um das liebe Geld geht, verstehen Versicherungen keinen Spaß. Teilst du deiner Krankenkasse beispielsweise nicht mit, wie viel du zur Zeit verdienst, straft diese dich mit dem Höchstsatz, denn sie geht davon aus, dass du über 4000€ im Monat verdienst. Und bucht daher fröhlich jeden Monat circa 700€ von deinem Konto ab. 🤗

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Viertes Problem: Lebensunterhalt

Wie viel kosten deine Lebensmittel, wie viel die GEZ, was für Lebensunterhaltskosten musst du sonst noch einplanen? Brauchst du eine Haftpflicht-/Unfall-/Hausratversicherung? Welche Bank solltest du für dein erstes eigenes Konto wählen? Worauf musst du dabei achten? Alles Fragen auf die du in der Schule keine Antwort finden wirst.

Um dir bei ein paar dieser Fragen zu helfen, hier meine Tipps: Zu Allererst empfehle ich dir dringend, einen Budgetplan zu erstellen. Das ist zwar zu Beginn recht aufwendig, aber nur so hast du alle deine Ausgaben im Blick und weißt, wie viel Geld du benötigst. Chip.de hat hier eine gute Anleitung veröffentlicht, wie du mit Hilfe von Excel einen Budgetplan erstellen kannst. Entsprechende Vorlangen findest du aber auch im Programm selbst (siehe Bild).

Als Bank empfehle ich dir die ING-Diba (Affiliate Link).Hier hast du eine kostenlose Kontoführung (ich glaube das ist sogar die einzige Bank in Deutschland die das noch so handhabt), bekommst zu deinem Girokonto sogar noch eine kostenlose Visa-Karte und ein kostenloses Tagesgeldkonto dazu. Mit diesem Tagesgeldkonto kannst du ganz leicht Sparpläne anlegen, sodass du dein überschüssiges Geld nicht ausgibst, sondern für später als Polster anlegen kannst.

Als Versicherungspartner empfehle ich dir die HUK 24 (Affiliate Link). Der Vorteil der Huk 24: Sie ist fast immer die günstigste Variante unter den tausenden Versicherungen und du kannst eigentlich so ziemlich jede Versicherung hier abschließen. Ich habe hier mehrere Versicherungen, dazu zählen meine Auto-/Unfall-/Haftpflicht- und Hausratversicherung. Meiner Meinung nach, sollte JEDER zumindest die drei letzteren für sich abschließen. Denn du kannst leider nicht wissen, was morgen sein wird.

Bezüglich der GEZ musst du folgendes wissen: JEDER muss sie zahlen. Es gibt kein entkommen – es sei denn du willst in den Knast und sogar dann musst du sie noch zahlen (+ Mahngebühren). Selbst wenn du wie ein Höhlenmensch lebst, kein Fernsehen oder Radio besitzt, musst du blechen. Denn du hast ja sicher ein Handy oder vielleicht sogar ein Auto – und damit die „Möglichkeit“ den öffentlichen Rundfunk zu nutzen. Argumentationen wie: „Ich schaue aber kein ZDF, ARD und co., sondern nur Amazon Prime, Maxdome und Netflix.“ – ziehen alle nicht. Denn du KÖNNTEST ja diese Programme schauen und musst daher auch zahlen. Einziger Lichtblick: Man muss nur pro Wohnung zahlen. Das heißt, wenn du mit deinem Freund/deiner Freundin zusammenlebst oder in einer WG wohnst, könnt ihr euch den Beitrag teilen. Immer noch ärgerlich, aber zumindest etwas.

Hier findest du die aktuelle Beitragssätze der GEZ.

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Fünftes Problem: Steuererklärung

Das wichtigste und brisanteste Problem. Ich muss zugeben, bei diesem Thema bin ich selbst noch ziemlich ratlos. Gerade wenn du Student bist, ist (auch gesetzlich) noch nicht wirklich klar, wie das alles geregelt ist. Es gibt einige hilfreiche Websites im großen, weiten Internet, die dir versuchen zu erklären, wann eine Steuererklärung für Studenten sinnvoll ist, was das bedeutet und wie sie funktioniert. By the way: Auszubildende müssen eine Steuererklärung abgeben, sobald ihr monatliches Bruttogehalt mehr als 946€ beträgt.

Studis online hat hierzu einen recht ausführlichen Artikel gepostet. Ebenfalls auf Studenten zugeschnitten ist das Seminar der Hochschulinitiative Deutschland. Sobald ich selber irgendwann einmal herausgefunden habe, wie diese komische Steuererklärung funktioniert, die mir in der Schule NIEMAND erklärt – geschweige denn beigebracht oder erwähnt – hat, dann werde ich mein neuerworbenes Wissen sofort an dich weitergeben!


Weil wir so viel Unnützes lernen


Warum lernen die Schüler in Deutschland alles mögliche über Gedichte, kauen die deutsche Geschichte im Laufe ihrer Schulzeit vier mal komplett der Reihe nach durch und bekommen die dicksten Lehrpläne in kürzester Zeit eingetrichtert, nur um sie in der Sekunde, in der sie den Stift nach der Prüfung weglegen, wieder zu vergessen?

Natürlich verstehe ich das Argument, dass ein gewisses Maß an Allgemeinbildung vorhanden sein muss. Allerdings ist selbst das heutzutage nicht mehr gegeben. Denn die Definition der schulischen Allgemeinbildung stammt aus einer Zeit des alten preußischen Deutschland. Einem Deutschland, in dem Kaiser herrschten und brave Bürger ausgebildet wurden, die keine Fragen stellen sollten. Das einzige was diese Bürger tun mussten, war funktionieren.

Diese Denkweise ist heute überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Wäre eine aktuelle schulische Allgemeinbildung existent, würde an den Gymnasien, Realschulen, etc. nicht jedes Schuljahr die komplette deutsche Geschichte erneut unterrichtet werden. Man würde nicht jedes Jahr wieder die gleichen Gedichte analysieren. Man würde nicht die Hälfte des Mathematik Lehrplans streichen und von den Kindern verlangen, dass sie die Themen, die auf den gestrichenen Inhalten aufbauen, trotzdem verstehen.

Man würde Dinge unterrichten wie IT, Soziale Medien, Gefahren im Internet, Soziales Bewusstsein, Kreatives Denken und Arbeiten, eigenständiges Leben und noch vieles mehr! Mal ehrlich, hast du dich nach der Schule gut vorbereitet gefühlt auf das, was danach kam und kommt? Gehe mal in dich und beantworte dir selbst diese Frage. Schreibe auch gerne in den Kommentaren, wie du darüber denkst.

Fakt ist: 90% von dem was wir in der Schule lernen, werden wir wieder vergessen, sobald es von dieser nicht mehr gefragt wird. Richard David Precht hat hierzu ein Buch geschrieben „Anna, die Schule und der liebe Gott„. Das Buch handelt vom „Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern“. Meiner Meinung nach ein sehr geniales Buch, welches die Problematik absolut auf den Punkt bringt.

An dieser Stelle möchte ich gerne eine kleine Anekdote aus meiner eigenen Schulzeit bringen. Mein damaliger Geschichtslehrer war zu der Zeit nämlich für die Gestaltung des Lehrplans des Fachs „bilinguale Geschichte“, also Geschichtsunterricht auf Englisch, zuständig. Man muss dazu sagen, dass dieser ein sehr fortschrittlicher Lehrer war und von dem aktuellen Bildungssystem nicht viel gehalten hat. Also entwarf er einen Lehrplan, der sehr weltgeschichtlich ausgerichtet war und die deutsche Geschichte zwar behandelte, allerdings nicht ausschließlich. Er inkludierte Themen wie Japanische Geschichte und der Einfluss der Asiatischen Geschichte auf die Entwicklung Europas. Themen, über die wir Schüler nie etwas erfahren würden, denn woher auch? Er reichte diesen sehr fortschrittlichen Lehrplan also beim Bildungsministerium ein und – bekam eine Absage mit folgender Begründung:

„Dieser Lehrplan ist zu weltoffen. Wir möchten nicht, dass unsere Kinder so erzogen werden. Bitte schreiben Sie einen neuen Lehrplan, welcher sich mehr auf die deutsche Geschichte konzentriert und weltgeschichtliche Themen in diesem Maße außer Acht lässt.“

Geil, oder? Man weiß nicht so recht ob man bei diesen Worten lachen oder weinen soll…

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Weil der NC und die Studienformen komplett überholt sind


Ich verstehe ja, dass es irgendeine Studienzugangsbeschränkung geben muss. Und ich verstehe auch den Sinn hinter dem NC. Denn während eines Studiums musst du das Bulimie-Lernen einfach drauf haben – und wenn du eine gute Note im Abitur hast, hast du bewiesen, dass du das kannst. Doch hier geht es ja doch schon wieder los. Ich studiere zur Zeit Tourismusmanagement und fühle mich wie in einer krasseren Form der Schule. Stumpfsinniger Frontalunterricht, stures Auswendiglernen von Stoffpensen, die nicht einmal Hermine schaffen könnte und die Zusammenlegung von Fächern in Prüfungen, die einfach keinen Sinn ergeben. (Beispiel: Marketing und Organisation in einer Prüfung und Note zusammengefasst. Erklär mal deinem zukünftigen Arbeitgeber, warum du in dem Beruf arbeiten willst, deine Note in Marketing jedoch so schlecht ist?)

Du bist eigentlich recht schlau und versagst nur in Prüfungen? Pech gehabt, dir werden vermutlich 60% der Berufe verwehrt bleiben, weil unser Bildungssystem auf Menschen wie dich keine Rücksicht nimmt. Oder bist du wie ich, jemand der 24/7 lernen muss und sein Privatleben an den Nagel hängt, nur um dreier und vierer zu schreiben? Du schaust ebenfalls dumm aus der Wäsche. Denn du wirst das Studium entweder nicht schaffen oder sehr lange dafür brauchen und/oder es nur recht durchschnittlich abschließen.

Aber vielleicht bist du auch wie eine sehr gute Freundin von mir. Hast ein Einser-Abi und den Traum Medizin zu studieren. Der NC ist allerdings SO hoch, dass du selbst mit deinem 1,2 Abitur keinen Platz bekommst. Länder wie Österreich, Niederlande oder Dänemark kommen ja schließlich auch ohne NC aus. Falls du darüber nachdenkst, vor dem deutschen NC zu fliehen, empfehle ich dir diesen Artikel von Studis Online.


Weil es fast unmöglich ist, das Studium in Regelstudienzeit abzuschließen


Ich bin mal ganz ehrlich: In meinem Studiengang habe ich bisher (ich bin im vierten Semester) noch niemanden getroffen, der das Studium in Regelstudienzeit abgeschlossen hat. Und das liegt nicht daran, dass wir alle zu faul wären. Nein, daran, dass München einfach f****** teuer ist und wir Geld verdienen müssen, anstatt zu lernen. Daran, dass Arbeitgeber von uns erwarten, dass wir 20h die Woche bei ihnen arbeiten (so viel studienfreie Zeit habe ich nicht mal) und wichtige Berufserfahrungen sammeln, weil uns sonst eine ziemlich brotlose Zukunft bevorsteht. Und daran, dass die Dozenten uns Berge an Stoff reinwürgen wollen, die wir einfach nur Auswendiglernen sollen, ob das uns nun liegt und beruflich weiterbringt, oder nicht.

Ebenfalls ein Witz: Das System der Zwangsexmatrikulation. Etwas UNFAIRERES gibt es glaube nicht in Deutschland, im Bezug auf Bildung. Dies ist tatsächlich ein Thema, über welches ich mich stundenlang auslassen könnte. Kurz zusammengefasst geht es hierbei um folgendes: Du hast für jede Prüfung drei Versuche. Schaffst du es nicht, innerhalb dieser drei Versuche die Prüfung zu bestehen, wird du zwangsweise exmatrikuliert und für den Studiengang und alle Studiengänge, die deinem ähnlich sind, gesperrt. Dabei spielt es keine Rolle, welches Fach das ist. Würde ich also zum Beispiel drei mal in Steuern oder Statistik durch die Prüfung rasseln, dürfte ich mein Tourismusmanagement Studium nicht fortsetzen – und weil es sich hierbei um ein BWL-Grundlagenstudium handelt, dürfte ich auch sonst kein BWL-Fach mehr studieren.

Assi, oder? Dann bleibt dir nur noch übrig, eine Ausbildung zu machen, oder irgendetwas anderes zu studieren, das rein gar nichts mit dem zu tun hat, was du eigentlich machen möchtest – oder du wanderst aus und studierst da. Hier musst du aber darauf achten, dass der Studiengang hier in Deutschland auch anerkannt wird.

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Deutschland wach auf!


Deutschland wir brauchen ein neues Bildungssystem! Ich habe hier heute nur ein paar wenige und kleine Punkte angesprochen. Es gibt noch so viele mehr! Dieser Appell geht an alle Politiker da draußen, die einfach stumpfsinnig seit Jahren die gleichen Probleme verursachen – weil es schon immer so war. Bitte wacht auf und schaut euch um!

In Zeiten des Internets und der Sozialen Medien brauchen wir angepasste Fächer, die auf diese Problematiken eingehen und die Kinder auf das vorbereiten, womit sie täglich konfrontiert werden. Wir brauchen Wahlfächer für die Abschlussklassen, die uns auf das Leben außerhalb des behüteten Heims vorbereiten und uns Dinge wie Steuererklärung und Krankenkassensysteme näher bringen. Die Lehrpläne müssen in einer solch vernetzten und globalisierten Welt ebenfalls weltoffener werden und auch auf die Geschichte anderer Länder eingehen dürfen.

Die Hochschulen und Universitäten brauchen Alternativen zu hohen NCs‘ und stumpfem Bulimie-Lernen. Die Zwangsexmatrikulation muss geändert werden. Sie sollte auf keinen Fall von theoretischen Prüfungen abhängen. Stattdessen sollten Hochschulen und Universitäten nach der zweiten nicht bestandenen Prüfung in einem Fach, dem Student die Möglichkeit geben, sein Können und Verständnis in einer Hausarbeit oder mündlichen Prüfung zu beweisen.

Eine weitere Problematik, die von den Bildungsministerien DRINGEND behoben werden muss: Der Job des Lehrers muss ansprechender, attraktiver und flexibler werden. Unsere Lehrer und Professoren von Heute haben nicht einmal die MÖGLICHKEIT den Unterricht für die Kinder interessanter und individueller zu gestalten. Eine Freundin von mir studiert Mathematik auf Lehramt und ging voller Motivation in ihr Referendariat. Sie bereitete einen tollen Unterricht vor, voller individueller und spaßiger Übungen bei denen sie auf die Kinder eingehen konnte. Doch diese Unterrichtsentwürfe wurden nicht zugelassen, mit der Begründung:

„Halten Sie sich bitte strikt an die Vorgaben und Übungen aus dem Lehrbuch.“

Ich finde das ist ein schöner Abschluss für mein heutiges Plädoyer.


Was hältst du denn von dem ganzen? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über deine Meinung! 

2 Replies to “Deutschland was ist mit deinem Bildungssystem los?”

    1. Hallo liebe Suzette,
      ich habe mit dem Duden nicht gearbeitet, daher kann ich dir da keine Empfehlung geben. Ich bin damals einfach alle Klausuren nochmals durchgegangen, habe alles nochmals gemacht und in Deutsch habe ich einige Aufsätze nochmals geschrieben und habe die Lektüren erneut gelesen. In Mathe solltest du jede Klausur und alte Abiprüfung solange rechnen bis du keine Fehler mehr hast 😉
      Hoffe das hilft!
      Liebe Grüße,
      Barbara

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