Hundeleben

Die ersten 5 Grundkommandos für Deinen Welpen

Die ersten Grundkommandos für Welpen

(Werbung wegen Affiliate Links und Markennennung) Juhuu du hast deinen Welpen abgeholt und ihr habt den ersten Tag zusammen verbracht. Doch nun fragst du dich, wie es jetzt weiter geht? Was muss der Kleine zuerst lernen und wie bringt man es ihm bei? Welche Grundkommandos für Welpen sind am Anfang am Wichtigsten und sollten von Beginn an geübt werden? In diesem Artikel erfährst du, welche fünf Kommandos du deinem Welpen am Anfang beibringen solltest und wie du das am besten anstellst. Damit ihr gleich von Beginn an ein entspanntes und abenteuerreiches Leben führen könnt!

 

Disclaimer: Ich bin keine professionelle Hundetrainerin und spreche lediglich aus eigener Erfahrung.

 

 


 

 

Zu Beginn sei gesagt, dass man nicht alle Grundkommandos für Welpen auf einmal beibringen sollte. Bei diesen jungen Wesen gilt immer: Ein Schritt nach dem anderen. Beginne also erst nur mit einem Kommando. Wenn du merkst, dein Welpe hat dieses verstanden, dann fang langsam mit dem nächsten an und festige währenddessen das vorherige Kommando immer weiter. So wird dein Hund stetig gefördert – aber nicht überfordert – und bleibt in seiner Entwicklung nicht stehen.

Generell lässt sich aber nicht sagen, wie lange es dauert, bis ein Kommando bei deinem Hund richtig sitzt. Denn jeder Hund und jede Rasse ist unterschiedlich und wie beim Menschen, lernt jeder in seinem eigenen Tempo. Also verzweifle nicht wenn dein Dalmatiner langsamer “Sitz” lernt als sein Pudel-Freund 🙂

 

Bevor du damit beginnst, deinem Hund ein Kommando beizubringen, überlege dir vorher bitte immer ein entsprechendes Handzeichen. In diesem Artikel werde ich dir immer meine Handzeichen sagen, die du gerne übernehmen kannst aber natürlich nicht musst 🙂

Zudem empfiehlt es sich gleich von Anfang an, ein Auflösekommando einzuführen. Dieses zeigt deinem Welpen, wann ein Kommando noch gültig ist und wann es vorbei ist. Wir verwenden hierfür “Lauf” und sagen es immer direkt nach der Belohnung, wenn der Hund aus dem Kommando entlassen wird.

 

Kommando 1: Sitz

Beginnen wir mit einem recht einfachen Kommando. “Sitz” lernen die meisten Hunde recht schnell, da es sehr intuitiv beigebracht werden kann.

Stelle dich dafür einfach mit einem Leckerli in der Hand vor deinen Hund. Hebe die rechte (oder linke) Hand, mit dem Zeigefinger nach oben und dem Leckerli gut sichtbar zwischen Daumen und Mittelfinger.

Dein Hund wird vor dir stehen und hoch zum Leckerli schauen. Diese Position und Kopfhaltung sind auf Dauer jedoch recht unbequem für ihn. Im sitzen kann er leichter zu dir hochschauen, da der Winkel angenehmer ist. Warte also so lange bis er sich von alleine hinsetzt.

 

 

 

 

Bei der Erziehung von Hunden ist Timing das allerwichtigste! Genau in der Millisekunde, in der das Hinterteil deines Welpen den Boden berührt, sage klar und deutlich “Sitz” und gib ihm das Leckerli. Nun kannst du das Kommando auflösen (“Lauf”) und wieder von vorne beginnen.

 

Tipp:

Ich empfehle an dieser Stelle immer, nicht zu lange mit einem jungen Welpen zu üben. Lege lieber immer wieder mal fünf Minuten Einheiten ein und verbinde sie mit einer anschließenden Spiel-Session. So bleibt dein Welpe aufmerksam und die Übungen bedeuten für ihn ein positives Erlebnis. Zudem sollte eine Übung immer dann beendet werden, wenn sie gerade gut läuft. Reize es niemals so weit aus, dass dein Hund das Interesse verliert. Denn für ihn sollen diese Übungen immer etwas positives sein! Ist das nicht der Fall, sieht er keinen Grund sie zu machen und du wirst es mit der Erziehung sehr schwer haben.

 

Kommando 2: Platz

Dein Hund kann sich nun auf Kommando hinsetzen und hat verstanden, was der erhobene Zeigefinger bedeutet. Dann kann es jetzt auch schon mit dem zweiten Kommando weitergehen! Wir werden nun gemeinsam das “Platz” üben.

Hierfür stellst du dich am Besten wieder vor oder seitlich zu deinem Welpen. Halte die offene Handfläche so, als würdest du eine unsichtbare Platte flach nach unten drücken wollen. Klemme das Leckerli dabei zwischen Daumen und Zeigefinger.

 

 

Kommando Platz

 

 

Führe die Hand nun langsam nach unten – dein Hund wird ihr mit seiner Schnauze folgen! Sobald er am Boden liegt sagst du klar und deutlich das Kommando “Platz” und gibst ihm das Leckerli. Anschließend löst du das Kommando sofort auf bevor dein Welpe von alleine wieder aufsteht.

 

 

Kommando Platz Schritt 2

 

 

Kommando Platz 3

 

 

Auch diese Übung solltest du täglich mehrmals in kurzen Einheiten trainieren.

 

 

Kommando 3: Hier

Für dieses Kommando brauchst du am Anfang eine Hilfsperson. Natürlich kannst du deinem Welpen diese Übung auch alleine beibringen, zu zweit ist es allerdings weitaus effektiver und einfacher.

“Hier” kann man am einfachsten üben, wenn der Welpe hungrig ist. Nimm dir dafür am besten sein Futter oder ein besonders tolles Leckerli zur Hand. Du machst deinen Hund nun auf dich und das tolle Futter in deiner Hand aufmerksam, deine Hilfsperson hält den Welpen allerdings noch kurz zurück. Dieser soll nämlich auf dich und das Futter ‘heiß’ werden. Erst wenn er wirklich richtig losrennen will und alles versucht um zu dir zu kommen, wird er losgelassen. Zeige mit deinem ausgestreckten Zeigefinger nun vor dir auf den Boden. Sobald der Welpe bei dir ankommt, sagst du “Hier”, gibst ihm das Leckerli oder Futter und löst das Kommando direkt auf.

 

Tipp:

Hat sich dieses Kommando bei deinem Kleinen gefestigt, kannst du es erweitern. Der Hund muss sich dann immer erst vor dich hinsetzen bevor er gelobt wird. Das hilft dabei, lästiges hochspringen zu verhindern und dein Hund kann nicht ganz so schnell wieder weglaufen. Das ist allerdings geschmackssache und natürlich kein Muss.

 

 

Kommando 4: Nein

Dieser Befehl klingt zwar erst einmal nicht ganz so nett, kann aber ebenfalls freundlich und positiv dem Hund beigebracht werden! Bei “Nein” handelt es sich um ein Abbruchsignal. Das bedeutet, der Welpe soll alles sofort beenden, was er gerade gemacht hat oder machen wollte. Oft sieht man es den kleinen Frechdachsen nämlich schon ein paar Sekunden vor der Missetat an, wenn sie etwas vorhaben (oder auch nur darüber nachdenken).

Um deinem Welpen das Kommando aktiv beizubringen, nimm ein Leckerli in die linke Hand und ein noch tolleres in die rechte Hand, welche du hinter deinem Rücken versteckst. Zeige ihm nun die linke Hand mit dem ‘So-La-La’ Leckerli.

 

 

Kommando Nein

 

 

Dein Welpe wird nun das Leckerli nehmen wollen. Kommt er mit seiner Schnauze näher, schließt du die Hand und sagst deutlich und streng “Nein”. Vermutlich wird sich dein Welpe davon nicht sonderlich beeindrucken lassen. Er wird ein wenig an deiner Hand schnüffeln und versuchen sie auf zu bekommen.

 

 

Kommando Nein 2

 

 

Jetzt heißt es: Nicht schwach werden! Erst wenn dein Welpe resigniert aufgibt und aufhört an der geschlossenen Hand zu schnüffeln, lobst du ihn und gibst ihm das (noch viel tollere) Leckerli aus deiner anderen Hand, die du hinter dem Rücken versteckt hattest.

 

 

 

 

Auf diese Weise verknüpft dein Welpe das “Nein” mit einer unschönen und frustrierenden Situation. Also etwas, was man nicht machen sollte.  😉

Tipp:

Erwischst du deinen Welpen gerade bei etwas, was er nicht darf (beispielsweise beim auseinandernehmen deiner geliebten Couch), sage mit fester und strenger Stimme “Nein”. Baue dich zudem vor deinem Welpen auf, sodass du größer und selbstbewusster wirkst. Das verstärkt das Kommando und dein Welpe bekommt Respekt vor dir. Er wird dich so eher als ranghöher akzeptieren, als wenn du mit leiser und freundlicher Stimme sprechen würdest.

Wichtig ist hierbei, dass du deinen Welpen niemals aktiv bestrafst! Hundeerziehung sollte immer positiv mit Belohnung verlaufen. Lobe deinen Welpen also immer sofort, wenn er von der “bösen Sache” abgelassen hat. Auf diese Weise lernt er am besten was er darf und was nicht. Generell solltest du Kommandos allerdings niemals öfter als 3 Mal wiederholen, wie ich in meinem Artikel zur Konsequenz in der Hundeerziehung bereits erklärt habe 😉

 

Aber Achtung:

Schimpfe deinen Welpen NIEMALS mit seinem Namen! Dieser darf immer nur positiv verwendet werden, sonst wird er irgendwann nicht mehr darauf hören.

 

 

Kommando 5: Lass

Vielleicht ist es dir ja schon aufgefallen: Hunde und vor allem Welpen wollen alles in den Mund nehmen. Und wenn ich alles sage, meine ich auch alles! Ob es ihnen nun bekommt oder nicht oder es vielleicht sogar giftig ist, ist dabei egal. Welpen sind neugierige Wesen und müssen erst noch lernen, was gut für sie ist und was nicht. Dass das auch mal zu recht brenzligen Situationen führen kann, ist vermutlich logisch: Stichwort “Giftköder”.

Das Kommando, welches dein Hund nun lernt, ist ein echter Alles-Könner. Denn er hilft dir zum einen dabei, die Rangordnung in eurem Zusammenleben zu festigen, als auch dabei, dieser Gefahr des “Alles-in-den-Mund-nehmens” ein wenig entgegenzuwirken.

 

Zunächst wird der Befehl allerdings lediglich in den sicheren, eigenen vier Wänden geübt. Nimm hierfür wieder ein tolles Leckerli in die Handzeige es deinem Hund allerdings nicht. Jetzt greifst du nach einem Spielzeug und animierst deine Fellnase dazu, mit dir zu spielen. Hat dein Hund das Spielzeug im Maul und will es auch so schnell nicht wieder hergeben, halte ihm das Leckerli vor die Nase. In dem Moment, in dem er sein Spielzeug loslässt sagst du deutlich “Lass” und gibst ihm das Leckerli.

Auf diese Art wird dein Hund das hergeben von Dingen nicht mit etwas negativem verbinden. Er wird sich freuen, wenn er dir etwas überlassen soll.

 

Abschließend kann ich dir noch das Buch “Welpen-Erziehung” von Katharina Schlegl-Kofler empfehlen. Dieses Buch hat uns durch die ersten 8 Wochen mit unserem kleinen Sammy treu begleitet und sehr geholfen!

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