Welpen Ratgeber

7 Gründe gegen einen Hund

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Hunde sind süß, flauschig und treue Weggefährten. Sie machen dich glücklich und geben dir Energie, wenn du mal eine schlechte Phase hast und deprimiert bist. Außerdem kann man toll mit ihnen spielen und hat einfach viel mehr Spaß am Leben.

Warum sich also keinen Hund holen? Nach dieser Logik müsste doch eigentlich jeder normal denkende Mensch einen Hund haben, oder? Falsch gedacht! In diesem Beitrag werde ich dir sieben Gründe gegen einen Hund aufzeigen. 

* Achtung: Dieser Beitrag enthält (sehr viel) Ironie! *

1. Grund: Hunde stinken

Wer denkt, ein so süßes Kuscheltier wie ein Hund kann doch gar nicht stinken, irrt sich! Neuhundebesitzer, die ihre Nase tief in das Fell ihres gerade gekauften Hundes stecken, um ihn zu kuscheln, machen sehr schnell die schockierende Bekanntschaft mit dem “Eau de Chien”. Wie können manche Menschen (hust mein Mann und ich hust) diesen schrecklichen Gestank nur liebevoll als “Zuhause-Duft” bezeichnen?!

Oftmals wird dann der direkte Weg ins Bad unternommen. Der Züchter/das Tierheim hat den Hund sicher nur nicht oft genug gebadet oder zugelassen, dass er sich in irgendwelchem Dreck wälzt! Nach dem Baden müssen diese Hundeeltern jedoch leider feststellen, dass das Sprichwort “Du riechst wie ein nasser Hund” durchaus seine Daseinsberechtigung hat…

2. Grund: Hunde wollen Auslauf – und das wirklich jeden Tag!

Wie jetzt, etwa wirklich jeden Tag? Also auch wenn es regnet? Ja! Auch wenn es regnet, stürmt oder schneit – Hunde wollen und brauchen ihren Auslauf. Und wer jetzt denkt, an solchen Tagen reichen dann auch mal nur zehn Minuten spazieren, irrt sich. Hunde sind tatsächlich so rücksichtslos, dass sie auch an solchen Tagen ihren entsprechenden Auslauf haben wollen. Wenn das mal kein Grund ist, keinen Hund zu kaufen…

3. Grund: Hunde wollen bespaßt werden

Kennst du das, du hattest einen harten Tag und kommst total müde nach Hause. Du willst dich einfach nur auf der Couch entspannen und die Ruhe genießen. Und dann kommt da so ein undankbarer Hund, der nicht wertschätzt wie hart du arbeitest und will nur die ganze Zeit mit dir spielen! Kann dir doch egal sein, dass er dich furchtbar vermisst hat, als du weg warst… ist ja schließlich nicht deine Schuld, dass er alleine nicht klar kommt. Du verfluchst dich nur gerade innerlich, dass du ihm dieses quietschende Spielzeug gekauft hast, mit dem er gerade fröhlich auf dir herum hüpft und dich – IGITT – abschleckt.

4. Grund: Durch Hunde schließt man schnell neue soziale Kontakte

Hilfe! Welcher Hundebesitzer kennt es nicht? Wildfremde Menschen sprechen dich an, wollen eine Unterhaltung mit dir führen, weil sie auch Hunde haben oder deinen Hund süß finden. Du wirst gefragt, wie alt und welche Rasse er/sie ist.

Die schlimmsten wollen am Ende auch noch Nummern austauschen um zu einem späteren Zeitpunkt einmal zusammen spazieren zu gehen oder sich auf einer Hundewiese zum Spielen zu verabreden. Auf diese Weise hat man in einer Woche schnell mal ein paar neue Handynummern beisammen.

Für jeden Anhänger des Cocooning Trends ein absoluter Albtraum!

5. Grund: Hunde müssen auch mal – und das muss man sogar einsammeln!

An diesem Punkt mal keine Ironie sondern eine kleine Geschichte, die mir erst vor ein paar Wochen passiert ist:

Ich ging mit unserem Sammy spazieren, als ich ein Mädchen, vielleicht 14 Jahre alt, mit ihrem Hund an der Leine beobachtete. Das Mädchen war am Handy und hatte ganz offensichtlich kein Interesse an dem, was das Tier am anderen Ende der Leine tat. Irgendwann setzte sich der kleine Kerl zum großen Geschäft hin. Die Teenagerin blickte von ihrem Handy hoch, da sie gemerkt hatte, dass der Hund plötzlich stehen geblieben war, sah was er tat und rümpfte die Nase. Danach wandte sie sich wieder ihrem Handy zu.

Als ihr Hund fertig war, machte sie keinerlei Anstalten das Geschäft einzusammeln. Das hatte ich mir schon gedacht und holte sie mit Sammy ein. Auf meinen Hinweis, dass sie vergessen hätte das Geschäft einzusammeln und mein Angebot ihr eine Tüte zu geben, falls sie ihre vergessen hätte, rümpfte sie nur die Nase. Das Mädchen sah Sammy, die Tüte und mich angeekelt an und ging dann weiter.

6. Grund: Hunde bleiben nicht immer klein

Wie bitte?! Hunde bleiben nicht klein, wenn man sie als Baby kauft? Und wie groß werden die Viecher jetzt nun? Klar hätte ich vorher nachlesen können, wie groß diese Rasse wird. Meiner Meinung nach, leben wir aber in einem Zeitalter, in dem der Kunde König ist. Da kann ich doch wohl erwarten, dass das Motto “You get what you see” auch beim Hundekauf zutrifft. Also wenn er größer als meine Handtasche wird, dann gebe ich ihn auf jeden Fall wieder zurück. Ein solch großes Tier sieht nun wirklich nicht stylisch und chic auf Instagram neben mir aus.

7. Grund: Hunde müssen erzogen werden

Wusstet ihr, dass Hundeerziehung echte Arbeit ist? Ich hätte niemals gedacht, dass es so schwer ist, einem Hund die normalen Benimmregeln des Alltags beizubringen. Hätte ich auch nur geahnt, dass Hunde nicht von Anfang an wissen, dass man nicht ins Haus machen, keine Möbel und schon gar keine teuren Schuhe fressen darf, wäre mir solch ein Tier niemals ins Haus gekommen! Und das schlimmste ist, dass die Erziehung auch noch wirklich lange dauert. Da reichen keine fünf Minuten, mal eben ein wenig üben. Hundehalter müssen TÄGLICH mit ihren Hunden üben und teilweise auch noch Geld für professionelle Hundetrainer ausgeben. Als ob das Futter und der Tierarzt nicht schon teuer genug wären…

Und was soll das Ganze?

Du fragst dich sicher, warum ich einen solch ‘negativen’ Beitrag geschrieben habe. Tatsächlich liegt mir dieser Artikel sehr am Herzen. Denn ich möchte zum einen Hundebesitzer zum Lachen bringen, die manche der Situationen kennen und zum anderen den Menschen einen Spiegel vorhalten, die sich einfach einen Hund kaufen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was es bedeutet, für einen Hund verantwortlich zu sein. Welche Arbeit dahinter steckt und dass Hunde mehr sind als nur fröhliche Kuscheltiere. Es sind wundervolle Wesen, die Bedürfnisse haben und abhängig von uns sind.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir unter anderem, als ich eine Folge einer Crime Serie sah, die Hunden gewidmet war, welche in Hundekämpfen bis auf den Tod kämpfen mussten. Die Gründe, wie diese Hunde dorthin kamen, waren bei allen ähnlich. Einer dieser Hunde war zuvor von seiner “Familie” zum Tierarzt gebracht worden, mit der Bitte, ihn einzuschläfern. Denn: Sie wussten nicht, dass er so groß werden würde (es handelte sich um einen Schäferhund). Der Tierarzt weigerte sich, also wurde der Hund verkauft. An den Betreiber dieser Hundekämpfe.

Diese Geschichte ist fiktiv, das weiß ich. Jedoch passieren solche Dinge tagtäglich! Hunde werden zu Weihnachten gekauft und nur wenige Wochen später in Tierheimen wieder abgegeben – oder noch schlimmer: ausgesetzt.

Ich möchte mit diesem Artikel jeden, der sich seinen ersten Hund kaufen möchte, zum nachdenken anregen. Bitte geht in euch, ob ihr wirklich bereit seid, diese große Verantwortung und auch die “Schattenseiten” des Hunde haltens zu tragen. Einen Hund in der Familie zu haben, kann ein wundervolles Geschenk sein. Sie sind die treuesten Wesen die man sich vorstellen kann und lieben dich bedingungslos. Daher meine Bitte an dich: Kaufe dir nur ein Hund, wenn du auch bereit bist, diese Liebe genauso bedingungslos zurückzugeben. Und damit ist mehr gemeint, als 15 Minuten kuscheln am Tag.

Falls du dich jetzt fragst, ob du bereit bist für einen Welpen, empfehle ich dir meinen Blogartikel zu diesem Thema.

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