Hundeerziehung

Richtig Gassi gehen: Leinenführigkeit beim Hund

Richtig Gassi gehen Leinenführigkeit trainieren

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Kennst du den Satz: “Wer geht denn hier mit wem spazieren?” Ja? Dann ist dieser Blogpost heute genau das Richtige für dich! Denn heute dreht sich alles um die Leinenführigkeit und wie du in zwei einfachen Trainingsphasen deinen Hund dazu bringst, nie wieder an der Leine zu ziehen (außer natürlich, er soll es 😉 )

 

Achtung Herbst! Werbung für mehr Sicherheit beim Abendspaziergang. Gerade jetzt im Herbst möchte ich gerne für mehr Achtsamkeit bei euren Abendspaziergängen plädieren. Denn durch die frühe Dunkelheit werden Hund und Besitzer sehr leicht von Autos übersehen und es kommt vermehrt zu Unfällen. Tragt daher bitte immer Reflektoren an euch, für deinen Hund empfiehlt sich auch ein Leuchthalsband, wie das auf den Bildern in diesem Blogartikel. Dieses Leuchthalsband von Purina Beneful (Werbung) ist sehr robust, größenverstellbar und hat eine tolle Leuchtkraft.

 

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Was heißt Leinenführigkeit eigentlich?

Falls du deinen Welpen/Hund gerade erst bekommen hast und komplett neu in dem Thema bist, fragst du dich jetzt bestimmt, was diese komische Leinenführigkeit überhaupt ist, von der immer alle reden. Ich werde es dir mal in kurzen Worten erklären.

Leinenführigkeit wird nämlich gerne mit dem bekannten “bei Fuß” laufen verwechselt. Neue Hundebesitzer oder Welpenbesitzer erwarten dabei von ihren Tieren, dass diese immer schön auf Höhe der Knie, direkt neben ihrem Besitzer laufen und diesen im besten Falle auch noch die ganze Zeit anstarren.

Das ist jedoch keine Leinenführigkeit sondern bei Fuß laufen und sollte keinesfalls den kompletten Spaziergang durchgezogen werden! Für deinen Hund bedeutet das nämlich höchste Konzentration und auf Dauer alles andere als Spaß.

 

Leinenführigkeit trainieren

Auf diesem Bild läuft Sammy bei Fuß. Doch Vorsicht: Bei Fuß ist nicht gleich Leinenführigkeit!

 

 

Also was ist denn nun Leinenführigkeit?

Leinenführigkeit bedeutet einfach, dass dein Hund nicht an der Leine zieht. Den Radius, den ihm die Leine gibt, darf er allerdings dabei voll und ganz ausnutzen. Auch ist es nicht schlimm, wenn dein Hund ab und zu mal kurz zieht. Schließlich muss er auch erst einmal feststellen, wo das Ende der Leine ist 😀

 

Richtige Leinenführigkeit

So sieht richtige Leinenführigkeit aus. Der Hund darf sich frei im Radius der Leine bewegen, schnüffeln und die Umgebung erkunden – aber nicht ziehen!

 

Trainieren der Leinenführigkeit

Um die Leinenführigkeit zu trainieren, gibt es viele Übungen und so ziemlich alle wirken besser oder schlechter, je nach Charakter des Hundes. Was alle jedoch gemeinsam haben: Ohne Konsequenz geht auch hier gar nichts. Wie ich dir bereits in meinem Artikel über die Konsequenz in der Hundeerziehung erklärt habe, ist das so ziemlich die wichtigste Eigenschaft, die Hundeeltern mitbringen sollten.

In diesem Blogpost stelle ich dir ein Training für die Leinenführigkeit vor, das in zwei Trainingsphasen funktioniert und ganz einfach in den Alltag eingebaut werden kann.

Für das anfängliche Training geht ihr am besten an einen Ort mit möglichst wenig Ablenkung. Das kann euer Wohnzimmer sein, ein verlassener Feldweg oder was dir gerade einfällt. Wichtig hierbei ist einfach nur, dass dein Hund so wenig Anreize zum Ziehen an der Leine hat, wie nur irgend möglich.

 

Übungen zur Leinenführigkeit: Training in zwei Phasen

Klein anfangen

Nun geht es mit dem Training los. Bei der Leinenführigkeit gilt, was immer in der Hundeerziehung gilt. Viel Geduld, positive Bestärkung und Konsequenz sind hier das Wichtigste.

Sobald dein Hund an der Leine ist, gehe ganz normal los. Belohne ihn sofort, wenn er locker neben dir her läuft, die Leine durchhängt und er dich im besten Falle auch noch anschaut. Warte mit dieser Belohnung aber keinesfalls zu lange! Bestärke das Verhalten deines Hundes lieber öfter als seltener. Das heißt, das Leckerli darf es ruhig schon nach den ersten zwei Schritten geben 🙂

Fängt dein Hund nun an zu ziehen, bringe seine Aufmerksamkeit wieder zu dir, indem du seinen Namen sagst, pfeifst oder ähnliches. Ist auch das nicht erfolgreich, bleibe stehen und warte, bis sich die Leine wieder entspannt.

 

Leinenführigkeit einfach trainieren

Die Leine spannt, Sammy hat etwas entdeckt und zieht. Nun heißt es, die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken!

 

Leinenführigkeit ganz einfach trainieren

Ich habe seinen Namen gerufen, Sammy wendet und kommt wieder zu mir zurück.

 

Rückruf Leinenführigkeit

Bei mir angekommen gibt es dann ein Leckerli!

 

Tipp: Verbinde die entspannte Leine mit einem Kommando oder einem Geräusch. So kannst du deinen Hund auf positive Weise, an die Leinenführigkeit erinnern. Wir verwenden beispielsweise das Wort “langsam”. So bringst du dieses Kommando deinem Hund positiv bei: Lobe deinen Hund, wie oben beschrieben immer dann (und schnell) wenn er locker an der Leine läuft. Genau in diesem Moment sage auch dein Kommando und gib ihm ein Leckerli oder noch besser: Arbeite mit dem Clicker!

 

Der Richtungswechsel

Diese Übung zur Leinenführigkeit ist vermutlich die bekannteste und wird jeder von euch auch sicher schon einmal gehört oder gemacht haben. Wir befinden uns nun in der zweiten Phase des Trainings zur Leinenführigkeit und üben an einem Ort mit etwas mehr Ablenkungen, als dem heimischen Wohnzimmer.

Ihr geht ganz entspannt los, aber nun beginnt dein Hund an der Leine zu ziehen, weil er unbedingt zu einer bestimmten Stelle, zur Spielwiese oder zu einem anderen Hund möchte. Sobald das passiert, bleibe erst einmal stehen und erinnere deinen Hund mit Hilfe des Kommandos an die Leinenführigkeit. Hilft das nichts, wechselst du die Richtung. Tu dies einfach wortlos und ohne zu schimpfen.

Was der Sinn hinter dem Ganzen ist? Dein Hund beziehungsweise Welpe soll gar nicht erst auf den Gedanken kommen, dass ziehen etwas positives bedeutet und er so schneller zu dem Objekt seiner Begierde kommt. Das schlimmste, was dir passieren kann, ist dass dein Hund sich im Ziehen bestätigt fühlt. Das passiert, wenn du ihm nachgibst und er durch das ziehen tatsächlich schneller an sein Ziel kommt.

Wenn dein Hund also das nächste Mal etwas entdeckt und anfängt zu ziehen, dreh dich um und gehe in die entgegengesetzte Richtung.

 

Langer Atem wird belohnt

Du siehst, Leinenführigkeit zu trainieren ist gar nicht so kompliziert, braucht aber Durchhaltevermögen! Denn dadurch können aus 5-Minuten Toilettengang auch schnell mal 30 Minuten werden. Warum? Weil Welpen anfangs einfach nicht verstehen, warum sie nicht ziehen dürfen. Bleibst du aber hier konsequent und beweist (nervliches) Durchhaltevermögen, wirst du dich später über einen tollen Gassipartner freuen, der immer darauf achtet wo du bist und dich nicht einfach durch die halbe Weltgeschichte schleift 😀

 

Falls du dich nun noch fragst, wie oft dein Hund eigentlich raus muss, kann ich dir den Blogartikel von Purina Beneful “Richtig Gassi gehen: Wie oft muss ein Hund raus” empfehlen.

 

Wie sieht es denn bei euch mit der Leinenführigkeit aus? Seid ihr kurz davor aufzugeben oder läuft es ganz gut? Schreibt es mir in die Kommentare!

 

Leinenführigkeit trainieren

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