Wir bekommen einen Welpen! Patrick und ich sind auf den Hund gekommen. Am 27.12 ist es endlich so weit, wir werden unser kleines neues Familienmitglied in die Arme schließen und in sein neues Zuhause bringen. Nur noch knapp vier Wochen dauert es bis zu dem großen Tag und bis dahin gibt es noch eine Menge zu organisieren. Um dich auf unserem neuen Abenteuer „Hund“ mitzunehmen habe ich dieses Welpentagebuch eröffnet. Hier werde ich dir unsere Erfahrungen näher bringen, Tipps geben und viele süße Fotos von dem kleinen Welpen hochladen 😉

 

In diesem Artikel möchte ich dir aber erst einmal erzählen, warum wir uns einen Welpen ins Haus holen und was du vor dieser Entscheidung unbedingt beachten solltest!




Warum tut ihr euch das an?


Diese Frage wurde mir im letzten halben Jahr tausende Male gestellt – und ich muss zugeben, langsam kann ich sie nicht mehr hören! Diese Frage ist so negativ belastet und kommt IMMER von Leuten die selbst keine Haustiere haben. Ich möchte an dieser Stelle mal etwas klar stellen. Wir TUEN uns gar nichts AN. Wir bereichern uns! Ein Hund, oder generell ein Haustier, geben dir so viel mehr als dass sie Arbeit machen.

Natürlich machen gerade Hunde sehr viel Arbeit, jedoch lieben sie dich auch bedingungslos für ihr ganzes Leben lang und es gibt niemanden auf der Welt der sich mehr freut wenn du nach Hause kommst.

Wer jedoch solch eine Frage so formuliert, dem rate ich dringend ab sich jemals ein Haustier anzuschaffen, denn derjenige wird die Arbeit die ein solches verursacht, immer als Bürde und nicht als Freude und Geschenk betrachten 😉

 

Nun aber doch noch zu der Frage „Warum?“ Ganz einfach: Weil wir Hunde lieben! So einfach ist das. In Saarbrücken habe ich bereits einen Hund. Ich lebe allerdings in München, also 500km von meinem kleinen Engel entfernt. Da ist es doch eigentlich nicht verwunderlich, dass ich mir einen eigenen Welpen holen möchte, oder? Ich vermisse einfach die Liebe und die Zuwendung die ein Hund dir gibt, das Kuscheln und das Spielen und ja, auch die vielleicht „unangenehmeren“ Dingen wie beispielsweise Spazieren gehen oder wenn der Hund mal wieder rumspinnt und alles zusammenbellt.

 


Wann bin ich bereit für einen Welpen?


 

Du spielst mit dem Gedanken dir einen Hund anzuschaffen? So ein kleiner süßer Welpe ist ja schließlich das Schönste was man sich nur vorstellen kann – der Gedanke, dass diese Teddybär Augen auch Ärger und Arbeit machen, scheint unglaublich! Und doch, gerade das erste Jahr mit einem Hund, ist das anstrengendste und nervenaufreibendste! Denn Welpen sind wie kleine Kinder. Sie wollen alles fressen (ja auch dein geliebtes Sofa oder dein teures Klavier!), sind nicht stubenrein und hören auf eigentlich gar nichts was du sagst.

 

Klingt schon nicht mehr so süß, oder? 😅

 

Wenn du aber diese 13 Fragen mit (ehrlich!!) mit JA beantworten kannst, kannst du getrost weiter mit dem Gedanken spielen, dir einen Hund anzuschaffen und vielleicht sogar mit schon mit der Planung beginnen!



1. Wirst du dich 12 – 15 Jahre um deinen Hund kümmern können?

Hunde werden (je nach Rasse) zwischen 12 und 15 Jahren alt. Dessen solltest du dir bei der Anschaffung bewusst sein. Es ist nämlich nicht mit der süßen Welpenphase getan, nein auch ein Hund wird irgendwann mal älter und (Gott bewahre) auch kränker. Wie auch menschliche Senioren, brauchen gerade alte Hunde sehr viel Zuwendung und Pflege. Kannst du diese gewährleisten? Und sieht es in deinem Leben so sesshaft aus, dass du diesem kleinen Wesen versprechen kannst, dich so viele Jahre lang um ihn zu kümmern?

 

2. Darfst du in deiner Wohnung/deinem Haus Hunde halten?

Diese Frage solltest du unbedingt als erstes abklären. Denn wenn dies nicht der Fall ist, lohnen sich gar keine weiteren Überlegungen.

 

3. Ist deine Wohnung für Hunde geeignet?

In einer 1-Zimmer Bude einen Deutschen Schäferhund oder eine Dogge zu halten ist reine Tierquälerei. Daher die Frage ob dein zukünftiger Hund auch in deine Wohnung oder dein Haus passt. Einem Chihuahua ist es vielleicht egal, aber jeder Hund der größer ist als diese kleinen Engel, braucht definitiv mehr Wohnfläche!

 

4. Wollen wirklich ALLE den Hund? Oder bist eigentlich der Einzige mit dem Wunsch?

Ein Hund ist etwas tolles und wunderbares und du kannst dir gar nicht vorstellen, dass Andere vielleicht anders empfinden? So schwer das vielleicht zu glauben ist, aber das gibt es!

Frage daher noch einmal alle Betroffenen in Ruhe ob sie deinen Wunsch teilen und unterstützen. Denn wenn sie das nicht tun, und du erfährst es erst wenn der Hund da ist, kann das nicht nur ein großes Problem für euren Hund werden sondern auch für zahlreiche Konflikte in der Familie sorgen!

 

5. Kannst du dir den Hund leisten?

Ein Hund ist teuer – und dabei rede ich noch nicht einmal unbedingt von den Anschaffungskosten! Auch die laufenden Kosten haben es bei einem Hund in sich. Vor allem Tierarztkosten können sich da schnell mal summieren, wenn es eurem kleinen Racker mal nicht so toll geht.

Ich habe hier für dich einen super Artikel gefunden, der sich mit dem Thema Kosten eines Hundes beschäftigt. Klicke hier

 

6. Ist der Hund gut versorgt, auch wenn du in der Arbeit bist?

Auch daran bitte denken! Ein Hund ist ein extrem soziales Wesen und kann sogar depressiv werden, wenn er zu viel alleine ist. Kannst du deinen Hund vielleicht mit ins Büro nehmen? Oder kannst du eventuell sogar von Zuhause aus arbeiten? Ein Hund sollte generell nicht länger als 5h am Tag alleine gelassen werden!

 

7. Du hast auch für eine eventuelle Betreuung während deiner Urlaube gesorgt?

Mal eben so für eine Woche nach London fliegen – Sorry aber dieses Leben ist mit Anschaffung eines Hundes vorbei! Ein Hund bedeutet, dass auf viele Dinge verzichtet werden muss. Flugreisen sind für Hunde alles andere als angenehm und sollten meiner Meinung nach nicht gemacht werden. Das heißt, du musst entweder genau wissen, wer deinen Hund in dieser Zeit betreuen kann, oder deine Urlaube werden ab jetzt nur noch mit dem Auto oder dem Zug angetreten 😊

 

8. Willst du wirklich täglich, bei jedem (!) Wetter mindestens eine Stunde mit deinem Hund spazieren gehen?

Ja, ein Hund will auch bei strömendem Regen seinen Spaziergang haben! Schließlich sind Matschpfützen ja auch das tollste auf der Welt, oder? Und solltest du auf die Idee kommen, kurz Pipi mach reicht dann schon – Neee, dein Hund will täglich so viel Auslauf wie es seine Größe und Rasseveranlagung von dir verlangen.

 

9. Bist du bereit, gerade im ersten Jahr, regelmäßig eine Hundeschule zu besuchen?

Eine Hundeschule ist mehr als ratsam – gerade im ersten Jahr! Denn hier lernt nicht nur dein Hund eine Menge Neues. Es ist auch für dich die beste Gelegenheit dich auszutauschen und nach Rat zu fragen. Denn wenn sich dein Hund schlecht benimmt, ist das eigentlich nie seine Schuld, sondern immer deine 😉 Zudem ist es für die Sozialisierung deines Hundes sehr wichtig auch mit anderen Hunden in Kontakt zu kommen und spielen zu können.

 

10. Hattest du schon einmal einen Hund, oder bist bereit dich umfassend über Hundehaltung zu informieren?

Vor der Anschaffung eines Hundes, solltest du dich dringend über alle relevanten Dinge informieren. Wie erziehe ich meinen Welpen? Was muss ich bei der Abholung beachten? Was darf mein Hund fressen und was ist giftig für ihn? Wie verstehe ich die Signale und die Sprache meines Hundes? All dies sind Dinge die du lernen musst, learning by doing empfehle ich an dieser Stelle niemandem!

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11. Ein Welpe braucht eine 24h Betreuung – kannst du diese gewährleisten?

Welpen sind wie Babies. Sie wollen die ganze Zeit beschäftigt werden, können nicht alleine bleiben, knabbern alles an (auch Kabel) und können ihre Blase noch nicht kontrollieren.

Das bedeutet für dich: 24/7 um den Welpen kümmern und dafür sorgen dass er a) nicht deine Wohnung zerstört und b) sich nicht selbst umbringt, indem er an irgendetwas nagt, was ihm nicht so gut bekommt.

 

12. Ist dir klar, dass ein Hund stets viel Dreck und Unordnung verursacht?

Hunde lieben Dreck über alles. Dein Hund wird dahingehend nicht anders sein! Wie oben schon erwähnt, sind Matschpfützen die tollste Erfindung Gottes, wenn du einen Hund fragst. Daher sollte dir klar sein, dass deine weiße Couch vermutlich nicht mehr lange weiß bleiben und dass dein schöner Teppich womöglich in regelmäßigen Abständen entweder gereinigt oder neu gekauft werden muss.

Denn nicht nur Matschflecken, sondern auch tausende und aber-tausende Hundehaare werden sich mit Einzug deines lieben Vierbeiners überall in deiner Wohnung verteilen. Und wenn ich sage „tausende“ und „überall“, dann meine ich das wirklich mehr als wörtlich!

 

13. Bist du bereit auch deine Freizeitaktivitäten auf den Hund auszurichten?

Deine Freunde schmeißen an Silvester eine fette Party und wollen dich dabei haben? Nun, diese Party, genauso wie viele andere auch, wird in Zukunft leider ohne dich stattfinden. Denn gerade Silvester ist für deinen Hund die schlimmste Nacht im Jahr. Der Arme hört alles viel lauter als wir Menschen und laute Böller und pfeifende Raketen sind so ziemlich das Schlimmste auf der ganzen Welt für ihn – gleich nach dem Allein sein!

Daher gestalte diese Horrornacht so angenehm wie möglich für ihn. Bleibe zuhause und feiere ruhig und im kleinen Kreis, sodass er merkt, dass trotz der lauten Geräusche alles in Ordnung ist.

Aber auch deine weiteren Freizeitaktivitäten müssen ab jetzt so gestaltet werden, dass sie hundefreundlich sind. Stundenlang nach der Arbeit noch trainieren oder mit deinen Freunden am PC zocken, ist nicht mehr. Auch Schlagzeug spielen ist ein Hobby, das definitiv NICHT hundefreundlich ist.

Dein Hund braucht seinen Auslauf, deine Zuwendung und Aufmerksamkeit. Wenn du ihm also täglich nur ein paar Minuten deiner Zeit widmen willst, solltest du dir diese Entscheidung vielleicht nochmal überlegen.

 


 

Wenn du all diese Fragen mit JA beantworten konntest, dann herzlichen Glückwunsch! Du bist nun bereit die Planung anzutreten.

Folge mir auf meinem Weg mit unserem Welpen um einige Tipps und Behind the Scenes aus dem Leben mit Hund zu erfahren. Ich freue mich schon auf dieses Abenteuer und kann es kaum erwarten dir Neues zu berichten!



4 Replies to “Checkliste – Bist du bereit für einen Welpen?”

  1. Vor 3 Jahren ist Hannes bei uns eingezogen – und ich hätte nie gedacht, dass ich mal nachts um 3 im Schlafanzug und Regenschirm im Garten stehe und „mach Pipi aufs Gras“ sage 🙂
    Aber ich würde es immer und immer wieder tun! Natürlich ist es eine große Aufgabe – und jetzt wo die Kinder selbständiger werden bleibt immernoch der Hund, der versorgt werden will und der einen Baysitter braucht, wenn wir länger weg sind 😉
    VIel Freude wünsche ich Euch!

  2. Toller Beitrag. Ich berate immer mal wieder Menschen, die auf den Hund kommen wollen. Auch wegen der Rasse usw. Ich selbst hatte noch nie einen Welpen. Ich bügle eher Macken wieder raus. Bisher wollte ich auch weiterhin keinen Welpen. Danke für Deine Tipps.

    Liebe Grüße, Bea.

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