Welpen Ratgeber

9 Punkte an denen Du einen guten Züchter erkennst

Die Entscheidung ist gefallen. Du bist in dich gegangen, hast dich selbst auf die Probe gestellt und weißt nun: Du bist bereit für einen Welpen. Sogar welche Rasse es werden soll, steht schon fest. Doch wie geht es nun weiter? Richtig, jetzt musst du nur noch den richtigen Züchter finden. Woran man einen guten Züchter erkennt und worauf du bei Wahl des Züchters achten solltest, erfährst du heute in meinem Blogpost!

 

Vorweg sei gesagt, dass das Thema seriöse Züchter und woran man sie erkennt, ein sehr umfangreiches Thema ist, über das man einen eigenen Blog starten könnte. In diesem Beitrag möchte ich dir gerne einen Überblick über die wichtigsten Punkte liefern. Diese kannst du dann wie eine Checkliste bei jedem Züchter überprüfen, um zu sehen, ob man diesem Menschen prinzipiell vertrauen kann. Selbstverständlich ist auch meine Checkliste keine 100% Garantie, dass ein Züchter gut oder schlecht ist. Aber sie ist ein guter Anhaltspunkt.

 

Woran man einen guten Züchter erkennt

An diesen 9 Merkmalen erkennst Du einen guten Züchter!

 

Der Einfachheit halber, wird in diesem Blogpost die männliche Form von „Züchter“ verwendet. Gemeint sind natürlich sowohl Züchter als auch Züchterinnen.

 

1. Er verscherbelt seine Welpen nicht zum Spar-Preis

Züchten kostet Geld. Das wird dir jeder gute Züchter sagen. Die Mutter muss regelmäßig zu Untersuchungen, braucht eine geeignete Umgebung, spezielles Futter und vieles mehr. Auch die neugeborenen Welpen brauchen eine ideale und geschützte Umgebung, genügend Platz und auch einige Tierarztbesuche um zu gesunden, jungen Hunden heranwachsen zu können. All das kostet Geld.

Ein Züchter, der nur 100 Euro für seine Welpen verlangt, war sicher kein einziges Mal mit ihnen oder der Mutter beim Tierarzt, hat der Hündin vermutlich kein Spezialfutter gekauft und die Neugeborenen sind wahrscheinlich entweder in einem kleinen Zwinger oder einer Kiste aufgewachsen. Ein Zuchtwelpe kostet im Durchschnitt zwischen 600 und 1400 Euro.

 

2. Er zeigt dir alle wichtigen Papiere

Wichtiger Punkt! Kaufe niemals bei einem Züchter einen Welpen, der keine Papiere hat oder dessen Eltern keine Papiere haben. Unter “Papieren” versteht man folgendes:

  • Stammbaum der Eltern (woher kommen sie?)
  • Untersuchungsergebnisse der für die Zucht erforderlichen Gesundheitsüberprüfungen (von Rasse zu Rasse unterschiedlich)
  • Falls du einen Rassehund beim Züchter kaufst (bspw. Labrador) müsste bei Abholung ein Wurfabnahmeprotokoll vorliegen

 

3. Du siehst die Mutter der Welpen

Sollte das nicht der Fall sein, dann bitte auf keinen Fall kaufen! Die Mutter sollte gesund wirken, aufgeschlossen und zutraulich sein – ebenso ihre Welpen. Bitte lass niemals Ausreden wie “die will nur ihre Jungen beschützen”, oder “die Kleinen sind halt noch jung und ängstlich”, durchgehen. Das ist vollkommener Schmarrn. Eine glückliche Zuchthündin vertraut ihren Menschen und lässt auch fremde Menschen gerne zu ihren Welpen.

Gut sozialisierte Welpen sind ebenfalls fröhliche und vertrauensvolle kleine Gesellen, die neugierig die Welt und ihre Bewohner entdecken wollen. Zudem achte bitte auch darauf, wie die Hündin sich ihren Welpen gegenüber verhält. Ist sie aggressiv oder abweisend ihnen gegenüber, kann es sein, dass sie womöglich nur eine “Alibi-Mutter” ist.

 

4. Du bekommst einen Besuchstermin und siehst, wo die Welpen aufwachsen

Wachsen die Welpen in einem Zwinger auf? Oder haben sie einen geschützten Bereich innerhalb des Hauses, der sie am Familienleben teilhaben lässt und ihnen gleichzeitig auch die Ruhe gibt, die sie benötigen? Letzteres ist ideal! Kaufe niemals einen Welpen aus einem Kofferraum heraus oder von einem Flohmarkt (ganz ehrlich, wann lernen es die Leute eigentlich?).

Es ist wichtig, dass du deinen zukünftigen Welpen vor dem Kauf besucht hast und weißt, wo der Welpe seine ersten Lebenswochen verbracht hat. Ist es dort sauber, warm und freundlich? Hatten die Welpen genügend Platz? Standen kleine Spielsachen zum erkunden zur Verfügung? Für die Sozialisierung ist zudem wichtig, dass sie ab und zu ins Freie konnten und Alltagsgeräusche kennengelernt haben.

 

5. Der Züchter fragt nach deinen Lebensumständen

Klingt vermutlich erst einmal merkwürdig, macht aber einen guten Züchter aus! Dieser möchte nämlich immer, dass seine Welpen ein gutes Zuhause bekommen. Er wird dich also unter Anderem nach deiner Wohnsituation (besteht genügend Platz und Auslauf?), deinen Einkommensverhältnissen (kannst du dir auch eventuelle Tierarztkosten etc. leisten?), deiner Arbeitssituation (wie lange ist dein Hund am Tag alleine?) und deiner familiären Situation fragen.

 

6. Der Kauf erfolgt mit Kaufvertrag

Ja, auch für Hunde gibt es Kaufverträge! Wichtig ist hier vor allem, dass die Haftung und die Personalien des Züchters festgehalten werden. Auch deine Daten und die Angaben des Welpen sollten angegeben werden. Schließlich muss der Kaufvertrag natürlich auch von beiden Seiten unterschrieben werden. Seriöse Züchter nehmen einen Welpen im Ernstfall übrigens auch wieder zurück.

 

7. Die Welpen machen einen gesunden und sauberen Eindruck

Wenn du die Welpen das erste Mal siehst, achte bitte auf folgende Dinge:

  • Sind ihre Hintern verklebt?
  • Sind sie ausgesprochen dünn (man sieht die Rippen)?
  • Sind ihre Bäuche aufgebläht (Zeichen von Würmern)?
  • Ist das Fell stumpf und sind die Kleinen dreckig?
  • Sind die Welpen apathisch oder ängstlich?

Falls du alle Fragen mit NEIN beantworten kannst, dann hast du hier vermutlich gesunde, junge Welpen vor dir! 🙂

 

8. Der Züchter hat sich um die ersten Gesundheitsvorkehrungen gekümmert

Ein Welpe sollte vor der Abholung unbedingt schon mehrmals entwurmt worden sein und bereits die ersten Impfungen bekommen haben. Dein Züchter des Vertrauens wird dir zudem den Impfpass des Kleinen aushändigen und ihn auch schon gechipt haben.

 

9. Last but not Least: Der Züchter ist einem Zuchtverein

Zuchtvereine stellen Regelungen und Vorschriften für die Zucht auf, welche die Mitglieder einhalten müssen. Zudem führen sie regelmäßige Kontrollen durch um zu sehen, ob die Züchter sich an die Vorschriften des Vereins halten. Hier lohnt sich allerdings immer ein Blick in die jeweilige Zuchtordnung! Manche Vereine machen nämlich so gut wie keine Vorschriften und sehen nur auf dem Papier gut aus. Am besten schaust du beim Verband für das deutsche Hundewesen nach, ob der Zuchtverein diesem angehört. Denn Zuchtvereine des VDH haben die strengsten Regelungen.

Kaufst du einen Mischlingshund, der noch nicht als Rasse anerkannt ist, frage den Züchter, in welchem Verein er Mitglied ist. Eventuell kannst du diesen Verein trotzdem beim VDH finden. Goldendoodle Züchter beispielsweise, gehören oft Retriever Zuchtvereinen an.

 

Woran man einen guten Züchter erkennt:

  • Angemessener Preis
  • Einsicht in die wichtigsten Papiere
  • Eine aufgeschlossene und gesunde Mutter
  • Besuchstermin und eine schöne, saubere Umgebung
  • Der Züchter will wissen, wohin der Welpe kommt
  • Es gibt einen Kaufvertrag
  • Die Welpen sind sauber und gesund
  • Die Welpen wurden entwurmt, geimpft und gechipt
  • Der Züchter ist in einem Zuchtverein mit strenger Zuchtordnung

 

Sind alle Punkte erfüllt, hast du einen tollen Züchter gefunden, dem seine Hunde wichtig sind und bei dem du bedenkenlos dein neues Familienmitglied kaufen kannst!

 

Nun bin ich gespannt, ob du schon einmal schlechte Erfahrungen mit Züchtern gemacht hast? Bist du noch auf der Suche nach einem passenden Züchter oder hast du noch Punkte, die ergänzt werden sollten? Schreib es mir in die Kommentare!

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